Nun, ich bin kein Experte für das Filzen mit Rohwolle, aber so ein paar grundlegende Tipps kann ich dir mit auf den Weg geben, sollte dich mal jemand Fragen, ob du Bedarf an Schafwolle hast, weil du bist ja Filzer*in.
Tipp 1
Wenn du die Möglichkeit hast, probiere es vorher aus, ob sich die Wolle zum Filzen eignet oder nicht. Einfach eine kleine Menge Wolllocken auf einer kleinen Fläche kreuz und quer auslegen, mit warmen Seifenwasser befeuchten und dann wie gewohnt filzen…du brauchst die Wolle übrigens nicht vorher aufwendig zu waschen, das erledigt sich beim Filzen ganz von selbst. Wenn die Wolle so filzt, wie du dir das wünschst - Glückwunsch! Und wenn nicht, dann lass lieber die Finger davon, es sei denn du kannst die Wolle im Garten als Dünger verwenden oder brauchst Wolle zum Stopfen, die musst du dann aber unbedingt waschen (lassen).
Tipp 2
Wenn möglich, sei gleich bei der Schur dabei! So kannst du schon vorab die Wolle aussortieren und nur die “saubere” Wolle einpacken, der Rest wandert auf den Kompost. Am besten packst du die Schafwollvliese auch einzeln ein, also pro Schaf ein Sack - gut ist erstmal ein luftiger “Kartoffelsack”, damit die Wolle nicht anfängt zu schwitzen. Später kannst du diese dann in Plastikkisten verpacken.
Tipp 3
Es ist nicht unbedingt notwendig, die Wolle vorab zu waschen, es sei denn du störst dich an dem Geruch von nasser Schafwolle - die riecht schon etwas strenger als unsere übliche Filzwolle. Ich zupfe mir zum Filzen dann immer ein paar Fasern aus dem Vlies, lockere das untere Ende, also die Schnittkante etwas auf und lege diese dann auf eine Basisschicht Wolle und verfilze sie wie gewohnt weiter.