Hallo liebe First name / Filzfreundin,
Manchmal braucht es nur einen besonderen Ort und ein paar starke Bilder, um sich wieder ganz mit dem eigenen Tun verbunden zu fühlen.
Im Hörsaal der Bauhaus-Universitätsbibliothek versammelten sich über 250 Menschen, um das Lebenswerk einer außergewöhnlichen Filzkünstlerin zu würdigen. Frieder Glatzer (Filzrausch), ein langjähriger Wegbegleiter und Freund von Charlotte, hielt eine bewegende Laudatio, bevor sich die Türen zur Ausstellung öffneten. Gemeinsam wurde geschaut, gestaunt – und sich ausgetauscht.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Vielfalt und Experimentierfreude von Charlotte: von ihren ersten gefilzten Hüten und Kappen, über wundervolle Kleider bis hin zu großformatigen, plastischen Wandskulpturen. Viele Werke stammen aus den frühen Jahren, andere zeugen von ihrer meisterhaften Beherrschung der Reservierungs-, Lamellen- und Schollentechnik: Techniken, die sie entwickelte und sich damit für immer in der Filzszene einen “Denkmal” gesetzt hat. Es ist eine echte Werkschau, liebevoll und rein ehrenamtlich organisiert von ihrer Familie und ihrem Freundeskreis.
Ich habe Charlotte leider nie persönlich kennengelernt. Umso mehr hat mich diese Ausstellung berührt und inspiriert. Sie zeigt, was mit Wolle, Händen, Neugier und Hingabe möglich ist - absolut sehenswert.
Eine Finissage mit schönen Geschichten über Charlotte ist am 5. Juli 2025 ebenfalls geplant – ein würdiger Abschluss für eine großartige Künstlerin, die leider viel zu früh gegangen ist.
Falls du selbst nicht nach Weimar fahren kannst, nicht schlimm, ich hab' dir hier meine Lieblingsbilder der Ausstellung mitgebracht. 😉